Ab in den Süden

Ihr Lieben, es wird nun kurz emotional: Manchmal, da kommt dieses wunderbare Gefühl. Es durchströmt unseren ganzen Körper. Es kribbelt und wir genießen es bei geschlossenen Augen. Es sind die Momente, in denen wir realisieren, was für ein Glück wir haben, das hier machen und erleben zu dürfen. In den letzten Tagen hatten wir dieses Gefühl mehrmals.

Nachdem wir in Lima unseren Spanischkurs erfolgreich absolviert (mit Zertifikat, yeah) und dort noch einige tolle Dinge erlebt haben (Kochkurs mit einer peruanischen Abuela (spanisch für Oma), Wasserpark, die besten Sandwiches auf der ganzen Welt gegessen (versucht es nicht, ihr könnt euch nicht vorstellen, wie gut ;)) ging es für uns weiter mit dem Bus. Wir haben schon ein paar Kilometer seither zurückgelegt und werden das mit Bussen auch noch tun. Da es hier so gut wie keine Bahnstrecken gibt und wir definitiv nicht mit einem Mietauto hier durch die Gegend cruisen werden (niemals!), ist Busfahren das Mittel der Wahl (obwohl Josi Busfahren echt kacke findet). Nun, Busfahren hier ist dann aber auch ein bissel was anderes als bei uns. Es gibt einige unsichere Gesellschaften (ja, auch unsere Eltern spielten etwas verrückt, als sie von den vielen Busunglücken hier hörten), deswegen fahren wir immer mit quasi der Premiumklasse, der Betreiber heißt Cruz del sur. Das ist eher so Nightlinermäßig, Komfort: ähnlich der 1. Klasse im Flugzeug (zumindest stellen wir es uns ungefähr so vor ;)). Die Busbahnhöfe gleichen auch eher Flughäfen. #nice

Die erste Fahrt (3,5 Stunden) ging mit Panoramafenstern nach Paracas, ein kleines Fischerdörfchen, nennen wir es mal alternativ-touristisch. Dort waren wir in einem süßen Hostel und haben eine Bootstour zu den Islas Ballestas gemacht. Seelöwen, Robben, Humboldt-Pinguine und etliche Vogelarten in freier Natur – und wir haben neben Pelikanen am Strand eine der sehr mystischen Linien im Sand gesehen, von denen ihr vielleicht schon mal gehört habt, eine Art Felszeichnung, in unserem Fall war es umgangssprachlich: der Kronleuchter. Dieser wurde von einer früheren Kultur erschaffen, welchen Sinn er hatte, weiß man bis heute nicht. Sie erinnert etwas an die Nasca-Linien (ein paar Kilometer weiter, derzeit läuft in der Bonner Bundeskunsthalle übrigens eine Ausstellung dazu, die wir uns anschauen, sobald wir wieder in der Heimat sind – müssen ja schauen, ob das alles stimmt, was die da zeigen ;)). Es war traumhaft und beeindruckend. Auch wenn Josi sich nach der Tour dann doch eine Kappe für den Kopp kaufen musste – hier wurde es dann doch etwas warm und einen Sonnenstich wollte sie für die Zukunft vermeiden. Sie sieht jetzt mitsamt der Brusttasche so gar nicht nach Touristin aus. Nein. Nein. NEIN.

Es ging den Tag drauf mit Sack und Pack weiter in die Wüstenregion Ica. Dort wollten wir eigentlich nur zwei Nächte bleiben. Spoiler: Es wurden fünf. Der Grund waren Vicky, Luis, ihr Haus und ihre Herzlichkeit. Aber um auch mal aufzuzeigen, dass bei einer solchen Reise auch nicht immer alles perfekt ist: Als wir abends in Ica ankamen, war die Stimmung, sagen wir: ausbaufähig. Josi hatte sich etwas den Magen verdorben, das Busfahren hatte – surprise surprise – nicht zur Besserung beigetragen, wir hatten keine saubere Wäsche mehr; Luis, der uns – total lieb – vom Busbahnhof abholte, konnte kein Wort Englisch und fuhr direkt rein in den stressigen, lauten mucho traffico. Und wir waren die Anstrengungen leid, die es mit sich bringen, wenn man die Sprache, die alle sprechen, nun mal noch nicht so gut kann. Und abends warteten wir dann noch ewig in einem Restaurant auf wirklich schlechtes Essen (ja, wer Josi kennt, weiß, was das für sie bedeutet – und für die Menschen um sie herum ;)). Wir wollten einfach mal einen Ort haben, an dem wir nach all den (wundervollen! Aber eben auch sehr vielen) Eindrücken und Erlebnissen ankommen konnten.

Und das geschah dann am nächsten Tag im Haus mit Pool und Garten der beiden Peruaner Vicky und Luis. Ihre Kinder sind aus dem Haus und weil das Leben so ziemlich langweilig ist, vermieten sie seit ein paar Jahren zwei Zimmer und zwei Anbauten über Airbnb. Begrüßt wird man von Hund, Katze, Papagei und Vicky mit den Worten „Welcome home“. Es ist in wenigen Worten (und der Blogbeitrag wird diesmal so oder so schon lang) nicht zu beschreiben, welche tollen Tage wir mit ihnen – die es lieben, Gäste bei sich zu haben und ihr Land zu zeigen – hatten.

Die Kurzversion: ein Tag in der Sonne am Pool mit Blick auf eine riesige Sanddüne, gemeinsames Piscotrinken mit unserer Gastfamilie (man kann sich auch sehr gut kennenlernen, ohne jedes einzelne Wort zu verstehen), ein Ausflug in die Oase Huacachina zum Sandboarden und Buggyfahren (1. beängstigend, 2. megageil, 3. nur noch geil), Kennenlernen von zwei süßen Abitur-Absolventen aus Berchtesgarten, die auch bei Luis und Vicky weilten; Verlängerung um zwei Tage, wundervollste Pisco-und Weintour (vier Güter; weil Luis keinen Taxifahrer ausmachen konnte, den er persönlich kennt und den ganzen Tag Zeit hat, hat er sich einfach den Tag frei genommen und uns gefahren – wir glauben, das beschreibt ansatzweise die Gastfreundlichkeit), abends gemeinsames Piscotrinken (wie Vicky nach einem peruanischen Sprichwort sagen würde: „Auf einem Auge kann man nicht sehen.“ Ähnlich dem deutschen Spruch: „Auf einem Bein kann man nicht stehen.“ Josis Arbeit hat ihr schon oft bewiesen, das weder das eine noch das andere stimmt, aber: Wat soll’s 🙂 Salute und Prost!), am Tag drauf gemeinsamer Ausflug in die Wüste (nein, wir fuhren auf keiner Straße dorthin – so langsam verstanden wir, wofür Luis einen Jeep brauchte; alle vier Deutschen im Auto waren sich nicht ganz sicher, wo wir da genau hinfuhren und ob wir wirklich wieder zurückfinden würden. Aber unberührte Natur mit unendlichen Weiten zu sehen – wir können nicht beschreiben, wie das war. Magisch. Verrückt. Wahrhaftig. Alles. Und. Nichts.); eine letzte Nacht verlängern, gemeinsames Piscotrinken („un pocito mas“) und ein Tag Entspannung in der Sonne und am Pool plus Essen von Vicky und Luis („wir möchten euch gern noch zu einem Essen einladen“), ein letztes Mal Piscotrinken mit Vicky („un pocitido mas“) und einer Verabschiedung am Busbahnhof (natürlich fuhr uns Luis selbst: „Ich bestelle euch doch kein Taxi. Für wen bitte haltet ihr mich?“) mit den Worten: „Amigos, siempre“ fuhren wir mit noch heute, Tage später, gefüllten Herzen mit dem Nachtbus weiter.

Ach.

Wir fuhren 13 Stunden mit dem Bus (ja, die Sitze ließen sich komplett waagerecht einstellen; Lennart will nur noch Busfahren) und kamen in Arequipa an. Hier sind wir gerade. Weil sich die 2300m Höhe gut zur Akklimatisierung anbieten, chillen wir hier ein bisschen. Die knapp 1 Mio.-Stadt wirkt eher wie eine europäische Kleinstadt, wir mögen es. Wir wurden von einer peruanischen Abuela direkt eingeladen, sie in Puno (einer unseren nächsten Stationen) zu besuchen. Zumindest, wenn wir es richtig verstanden haben ;D Und wir wissen jetzt auch, wie man Probleme mit verstopften Toiletten auf spanisch klärt. Aber dazu die nächsten Tage mehr.

Eine Sache noch: Dieses Land ist der Wahnsinn. Wirklich. Und es hat es verdient, dass man seine so unfassbar vielen Schönheiten schildert. Dies möchten wir tun. Wir möchten aber auch auf die andere Realität eingehen. Es gibt hier Armut. Und außer der Familie oder vielleicht noch Freunden kein soziales Netz. Dieses Land ist eigentlich reich. An so vielem – aber davon haben vor allem die korrupten Politiker etwas. Hier gibt es viele Straßenhunde. Und da der stärkste überlebt, sind das häufig echt große Brocken. Wir sahen wie Lastwagen voll mit Müll in die Pampa fuhren und sich dort dem Müll, vor allem dem Plastikmüll, einfach entledigten. Das ist nicht schön. Es zeigt uns nur immer wieder: Wir sind privilegiert und wir sollten dieses Privileg nutzen, um zusammen mit der wichtigen Natur zu arbeiten. Wir können einen Unterschied machen. Mit unserem Denken, unserem Handeln. Jeder für sich. Und alle zusammen.

Nun denn, genug der tragenden Worte – wer schneller mehr wissen will, sieht bei Instagram übrigens meist häufiger kurze Updates in bildlicher Form und kürzeren Texten. Etwas für den täglichen Gebrauch sozusagen 😉 Bilder zum Blogbeitrag sind auf der Startseite in einer Galerie einsehbar.

Mit peruanischem Wein am Munde und im Halse sagen wir buenas noches,

JosLen

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Lima – ein Versuch

Eigentlich wollten wir schon nach dem zweiten Tag einen Blogbeitrag über Lima schreiben. Haben wir nicht. War gut so. Denn diese Stadt ist so vielseitig wie groß (knapp 10 Mio. Einwohner, das ist ein Drittel der peruanischen Bevölkerung) – und wir haben bis jetzt nur einen Bruchteil davon gesehen und erlebt. Dennoch wagen wir es hiermit die Stadt ein wenig einzuordnen.

Zuerst: Es stinkt. Sehr oft. Vor allem nach verbranntem Plastik, Reifen and so on. Aber auch nach Müll. Oder nach Scheiße. Die ersten drei Tage waren für uns hier alles extrem laut, groß und die Luft neben den Gerüchen feucht. Wir haben diese Stadt zudem einfach nicht fassen können. Wie groß ist unser Stadtteil? Was ist sicher? Wie weit sind die Entfernungen? Schaffen wir es auch morgen wieder die Straße unversehrt zu überqueren? Am Sonntag merkten wir: Auch die Limeños nehmen sich mal ein ruhigeren Tag ohne Massen von allem und Autolärm. Wir schlenderten durch unser Viertel und genossen einfach. Am Montag merkten wir: Das sind gar nicht zwingend die entspannteren Limeños – das sind wir. Offensichtlich brauchten wir einfach ein paar Tage. Dinge, die uns am Freitag noch als krass stressig erschienen, waren nun gelassen vorstellbar.

Unsere Tage seit dem letzten Blogbeitrag: Am Samstagmorgen buchte Josi morgens in aller Früh eine Stadtführung zu Fuß. Wie sich später herausstellte, eine private. Jhony führte uns durch seine Stadt – und das war wirklich großartig! Da er auch aus Miraflores kommt, fuhren wir zusammen mit ihm im Taxi in den historischen Stadtkern (da es hier keine U-Bahn gibt, fährt man hier vor allem Taxi oder Uber. Bus geht auch, in groß oder in kleiner, das sind sogenannte Colectivos, die oft sehr vollgestopft sind und fahren, wenn sie eben fahren). Das dauerte erstmal eine knappe Stunde (Josi: „Perhaps it’s because it’s saturday!“ Jhony: „Oh no, it’s because it’s Lima.“). Und dann sahen wir alles, was die Spanier Lima während der Kolonialzeit hinterlassen haben. Wir erfuhren, dass die Limeños nicht in den super-schönen Altbauten mitten in der Stadt wohnen wollen, weil sie nach einem großen Erdbeben 2007 Angst haben, dass diese einem solchen nicht standhalten würden. Und dass die Flagge der Inka vom Rathaus entfernt wurde, weil viele Touristen sie aufgrund ihrer Regenbogenfarben für die LGBT-Flagge hielten und die Regierung im katholischen Lima nicht so unkonventionell erscheinen wollte. Wir waren in Stadtteilen, die wir ohne Jhony sicherlich nicht betreten hätten („From now on there are no tourists anymore.“). Wir waren in China Town und auf unserem ersten richtigen Markt hier (das war so so spannend), tranken ein traditionelles, fermentiertes Getränk (köstlich!) und aßen laut Jhony die besten Churros der Stadt (sie waren wirklich gut). Wir sahen außerdem Tausende von echten Knochen in den Katakomben des Klosters San Francisco und betrachteten von weitem Slums am Stadtrand. Die Menschen dort müssen den halben Tag darauf verwenden, an Wasser zu kommen (von den steilen ‚Bergen’ herunterlaufen und mit dem Wasser wieder hoch).

Seit Montag sind wir in unserer Spanischschule. Lennart wurde von Patty, unserer Lehrerin, in Leo umbenannt (Lennart konnte sie einfach nicht aussprechen) und zusammen mit einer amerikanischen Lorelai, einer aus Bulgarien nach Amerika immigrierten Ethel, und einem Jerome aus Paris, der in New York seine peruanische Freundin kennengelernt hat und nun ohne sie bei ihrer Familie lebt, hablan wir español. It‘s really really a lot of fun 🙂 Nicht zuletzt, wenn sich alle anderen über deutsche Namen und Begriffe amüsieren. Wie Claus. Oder Rathausgasse. Es ist aber auch a lot of stuff, eine andere Sprache mithilfe einer wiederum anderen Sprache zu lernen. Was sonst noch geschah: Wir waren in Barranco, Limas Künstlerviertel und Josis liebstem Ort bis dato. Wir waren in der Kletterhalle in Miraflores, Lennarts liebstem Ort 😉 Da man dort auch ausgezeichnet bei sommerlicher Musik, frischen Säften (gibt es hier überall) und Muña-Tee draußen speisen kann, liebt Josi diesen Ort ebenfalls sehr.

Fazit: Wollten wir am Sonntagmorgen am liebsten abreisen, weil wir dachten, das Lima nicht so unseres wäre, fühlen wir uns nun in dieser fast immer sonnigen (wenngleich häufig nebligen) Stadt echt wohl. Dennoch: Die Weiterreise ins wohl naturverbundenere Peru ist gebucht. Unsere nächsten Stationen sind Paracas und Ica. Aber bis dahin ist ja noch etwas Zeit im lieb gewonnenen Lima.

Chau,

Josi und Leo

Out of the Box

Und schwupps: Wir sind in Lima. Nach einem Tag können wir sagen: Es wird viel passieren (ohohoo, ohohoho… Na, wer hat jetzt auch einen Ohrwurm aus den 90ern? ;)).

Naja, einiges ist bereits vollbracht. Da wären bezüglich sämtlicher Jungfräulichkeiten:

  • unser erster Alkohol im Himmel
  • unser erster Umstieg zwischen Flugzeugen (in Madrid. Oder Mailand. Egal, Hauptsache Italien 😉 Im Ernst: Es war Madrid.)
  • unser erster Flug über zehn Stunden (für nen dreiwöchigen Urlaub bräuchten wir das ja nicht)
  • unser erster Eintrag in unsere Reisepässe, btw in pink („How long would you stay?“ – „90 days would be great, if it`s possible.“ – (überrascht): „3 weeks or 3 months?“ – vorsichtig: „3 months.“ – gleichgültig: „ok.“ – stempeln)
  • unser erster Kulturschock (der Verkehr, der Müll, das Moloch Lima)
  • unser erster Pisco Sour in Peru (lovely, dieses wundervolle Getränk wird Josi noch so einiges an Spaß bringen, da sind wir uns sicher)
  • unser erster Sonnenuntergang in Miraflores (das andere, wunderschöne Lima – ihr könnt es in den (unbearbeiteten!) Handybildern sehen)
  • unser erster Jetlag (wir sind sieben Stunden früher dran als ihr)
  • unsere erste Telenovela hier (Entertainment pur, auch wenn man kein Wort versteht)
  • unsere erste Nacht in unserem AirBnB (super, so ein gemütliches Bett nach einer langen Reise)

Es folgen nun eine Reihe unserer Eindrücke und Erlebnisse:

Der Moment, als wir vom Flughafen nach Miraflores, ein Stadtteil in Lima, fuhren, war extrem eindrücklich: Unmengen Autos, Dreck; ein Fluß, der eigentlich eine braune Plörre mit Abfall drin war; Männer, die wie Politiker aussehen, auf riesigen Plakaten; viel zu kleine Busse mit viel zu vielen Menschen drin, die feuchte Luft, der Verkehr. Es war krass. Wir redeten kaum, schauten eine knappe Stunde aus den Autofenstern. Und die ganzen Gefühle, die wir hatten, lassen sich gar nicht beschreiben. Aber in unserem sportlichen Nissan mit einem freundlichen Mann, der kein einziges Wort Englisch konnte, fühlten wir uns dennoch irgendwie sicher. (Lennart: „Wir hätten vielleicht eine Reisetablette für die Autofahrt nehmen sollten.“ – Josi: „Och nö, ich brauche keine irgendwie.“ Lennart: „ICH hätte vielleicht eine Reisetablette nehmen sollen.“).

Miraflores gilt als europäisch und sicher. Das lässt sich bisher so bestätigen. Und wir finden das für den Start auch sehr gut so 🙂

Es können nicht sonderlich viele Menschen hier englisch sprechen. Gut, dass wir nächste Woche einen Spanisch-Kurs machen. Si, klaro.

Es ist hier wärmer als gedacht. Das stimmt uns freudig, heißt aber auch: Über kurz oder lang müssen wir vielleicht nochmal shoppen gehen. Im Supermarkt einkaufen war schon mal sehr cool – so viele neue Produkte! Josi war in ihrem Element. Wir haben nun Früchte, von denen wir noch nicht wissen, wie sie heißen. Geschweige denn, wie sie schmecken. Das wird ein kulinarisches Fest, hahaaa!

Wir hatten die Erkenntnis, dass Peruaner sich für die deutsche Fußball-Bundesliga interessieren. Zumindest galt ihr ein recht langer Bericht in der hiesigen Sportschau.

Es gibt außerdem Spielshows, in denen sich Frauen in knapper Bekleidung battlen. Umgeben von Gruppen von Männern. Was genau das Ziel war? Wir wissen es nicht. Aber die Frauen waren echt stinkig aufeinander. Wahrscheinlich hatte einer der Männer in den Gruppen etwas damit zu tun.

Wir können es sagen: Das hier, das wird ein Abenteuer für uns. Raus aus der Komfort-Zone. Und wir freuen uns drauf. Immer noch.

Let‘s get the journey started

Nun, es lässt sich nicht leugnen: Bald geht es los! Wir freuen uns schon riesig — gleichwohl steigt die Aufregung. Merkt man daran, dass dieser Blogeintrag um halb acht in der Frühe geschrieben wird. An einem Feiertag. Und es ist nicht das erste, was heute morgen schon erledigt wurde. #fleißigesbienchenundso Zum Beispiel hat die Anmeldung beim Online-Banking schon mal nicht geklappt, Zugang wurde dann jetzt gesperrt. Das ist gut, so zwei Tage vor Abflug. Die neuen Registrierungsdaten kommen pünktlich — per Post. Wenn wir nicht mehr in Bonn sind. So ein Zwischenmieter, der das dann mal eben abfotografieren kann, ist da schon was Feines. Fazit: Das mit den Bankgeschäften um 5:30 Uhr lassen wir zukünftig mal lieber bleiben. #fucktheearlybird

Ansonsten läuft alles sehr rund: Lennarts Studium ist fertig, der Job gekündigt, die Wohnung an den Nachmieter übergeben. Akademiker, kein Job und obdachlos — eine richtig gute Partie 😉 Josis Wohnung ist geputzt (Zitat Lennart: „Jetzt chill‘ mal. Die Wohnung muss ja nicht sauberer sein, als sie beim Einzug war.“); Platz für ihren Kollegen, der in den nächsten Monaten in der Wohnung wohnt, ist gemacht (Zitat Lennart: „Hab deinen Schreibtisch noch nie so freigeräumt gesehen.“ Ja, danke.) und ihr Backpack ist gepackt (Zitat Lennart: „Cooool!“). 13,4 Kilo für drei Monate 😎 Und die Erkenntnis, dass Lennart mit seinem kleineren Backpack nicht auskommen wird. Morgen kaufen wir dann noch einen neuen.

Was heute noch passieren wird: Wir werden Machu Picchu buchen. Wir werden Josis Wohnung für die nächsten drei Monate verlassen. Wir fahren nach Hessen. Wir werden uns darüber freuen, denn es heißt: Unsere Reise nach Peru startet ganz bald 🤩

Besten,

JosLen

(sogar mit Hashtag für Insta: #guzr)

P.S. Das Foto zeigt unser erstes Ceviche (Nationalgericht von Peru) 🤤👌🏼 (gegessen in Köln 😅) Da, wo wir hinfahren, gibt es noch viel mehr davon. #vorfreude